Warum professionelles Vertragsmanagement heute ein wirtschaftlicher Wettbewerbsfaktor ist

Verträge gehören zu den wichtigsten Vermögenswerten eines Unternehmens. Sie definieren Rechte, Pflichten, Zahlungsströme, Laufzeiten, Kündigungsfristen sowie regulatorische Verpflichtungen und bilden damit eine wesentliche Grundlage für unternehmerische Entscheidungen. Dennoch wird das operative Vertragsmanagement in vielen Organisationen nach wie vor überwiegend dezentral organisiert. Vertragsdokumente befinden sich häufig verteilt auf Netzlaufwerken, in SharePoint-Strukturen, E-Mail-Postfächern oder Excel-Listen. Informationen müssen bei Bedarf manuell recherchiert und zusammengeführt werden.

Diese Arbeitsweise verursacht erhebliche indirekte Kosten.

Der größte Aufwand entsteht dabei nicht durch die Erstellung neuer Verträge, sondern durch die Vielzahl wiederkehrender administrativer Tätigkeiten während der gesamten Vertragslaufzeit.

Hierzu zählen unter anderem:

  • die Recherche von Vertragsinformationen,

  • die Überwachung von Fristen,

  • die Erstellung von Auswertungen,

  • die Vorbereitung von Audits

  • sowie die Bereitstellung von Informationen für Einkauf, Controlling, Compliance und Management.

Internationale Studien kommen unabhängig voneinander zu vergleichbaren Ergebnissen

Dezentrale Vertragsablagen erhöhen den Such- und Verwaltungsaufwand erheblich. Gleichzeitig führt ein professionell organisiertes Contract Lifecycle Management zu einer deutlichen Verbesserung der Transparenz, einer Reduzierung manueller Tätigkeiten und einer effizienteren Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen. Die untersuchten Studien unterscheiden sich zwar hinsichtlich Methodik und Stichprobe, bestätigen jedoch übereinstimmend die wirtschaftliche Relevanz eines strukturierten Vertragsmanagements.

Dabei besteht der wirtschaftliche Nutzen professionellen Vertragsmanagements nicht in erster Linie in einer Reduzierung von Personalkosten. Unternehmen bauen aufgrund geringerer administrativer Aufwände in der Regel keine Stellen ab. Der eigentliche Mehrwert liegt vielmehr in der nachhaltigen Entlastung qualifizierter Mitarbeiter und der Rückgewinnung produktiver Arbeitskapazität. Zeit, die bisher für administrative Tätigkeiten aufgewendet werden musste, kann künftig für Aufgaben genutzt werden, die unmittelbar zur Wertschöpfung des Unternehmens beitragen.

Gerade vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung. Qualifizierte Mitarbeiter stellen heute in vielen Unternehmen einen Engpass dar. Jede Stunde, die Einkaufsleiter, Controller, Compliance-Verantwortliche oder kaufmännische Leiter nicht mit der Suche nach Vertragsinformationen oder der manuellen Pflege von Vertragsdaten verbringen, steht für strategische Aufgaben zur Verfügung, die einen direkten Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leisten.

Vor diesem Hintergrund verändert sich auch die wirtschaftliche Bewertung moderner Vertragsmanagementlösungen.

Während klassische Softwareprodukte in erster Linie Werkzeuge zur Digitalisierung von Prozessen bereitstellen, verbleiben die operative Datenpflege, die Qualitätssicherung sowie die laufende Verwaltung häufig weiterhin beim Unternehmen. Der organisatorische Aufwand wird dadurch zwar teilweise reduziert, jedoch nicht vollständig eliminiert.

Das von Smartconex verfolgte Modell Contract Management as a Service (CMaaS) geht einen Schritt weiter. Neben der Bereitstellung der technischen Plattform übernimmt Smartconex auch wesentliche operative Aufgaben des Vertragsmanagements.

Hierzu gehören insbesondere die

✅ Vertragserfassung

✅ Digitalisierung

✅ Datenpflege

✅ Qualitätssicherung,

✅ Fristenüberwachung sowie das Reporting.

Dadurch entsteht nicht lediglich ein Effizienzgewinn durch Softwareunterstützung, sondern eine dauerhafte organisatorische Entlastung der Fachbereiche. Die wirtschaftliche Bewertung dieses Whitepapers basiert daher auf einem erweiterten Business-Case-Ansatz. Neben der direkten Zeitersparnis werden insbesondere die freigesetzte Mitarbeiterkapazität, die Vermeidung administrativer Aufwände sowie qualitative Effekte wie höhere Transparenz, geringere Risiken und eine verbesserte Entscheidungsgrundlage berücksichtigt. Die Berechnungen erfolgen auf Basis konservativer Annahmen und orientieren sich an öffentlich verfügbaren Studien sowie nachvollziehbaren Vollkostenansätzen für qualifizierte Fachkräfte.

Die wesentlichen Erkenntnisse lassen sich in sechs Punkten zusammenfassen:

  1. Professionelles Vertragsmanagement reduziert nachweislich den administrativen Aufwand. Studien zeigen übereinstimmend, dass insbesondere Suchzeiten, manuelle Reportings und wiederkehrende Verwaltungstätigkeiten deutlich reduziert werden können.

  2. Der wirtschaftliche Nutzen entsteht primär durch Kapazitätsgewinn, nicht durch Personalabbau. Freigewordene Arbeitszeit kann für strategische und wertschöpfende Tätigkeiten eingesetzt werden.

  3. Dezentrale Vertragsablagen verursachen erhebliche indirekte Kosten. Diese entstehen vor allem durch Informationssuche, fehlende Transparenz und redundante Tätigkeiten.

  4. Software allein löst das organisatorische Problem nicht vollständig. Die laufende Pflege, Qualitätssicherung und operative Verantwortung verbleiben bei klassischen Softwarelösungen häufig im Unternehmen.

  5. Contract Management as a Service erweitert den Nutzen klassischer Softwarelösungen. Durch die Übernahme operativer Aufgaben werden interne Ressourcen dauerhaft entlastet und organisatorische Risiken reduziert.

  6. Bereits wenige Stunden monatlicher administrativer Entlastung können die laufenden Kosten eines professionellen Vertragsmanagements wirtschaftlich kompensieren. Der Break-even wird in den folgenden Kapiteln anhand konservativer Annahmen transparent hergeleitet.

Warum Vertragsmanagement heute ein wirtschaftlicher Faktor ist

Die wirtschaftliche Bedeutung von Verträgen wird in den meisten Unternehmen unterschätzt.

Verträge werden häufig als Dokumente betrachtet, tatsächlich bilden sie jedoch eine zentrale Informations- und Steuerungsgrundlage für nahezu alle Unternehmensbereiche. Einkauf, Controlling, Compliance, Finance und Management greifen regelmäßig auf Vertragsinformationen zurück, um operative und strategische Entscheidungen zu treffen.

Der wirtschaftliche Engpass liegt dabei selten in der Erstellung neuer Verträge. Er entsteht vielmehr während der oft jahrelangen Verwaltung bestehender Vertragsbestände. Dezentrale Ablagen, fehlende Transparenz und manuelle Prozesse verursachen kontinuierlich administrativen Aufwand und binden qualifizierte Mitarbeiterkapazitäten.

Professionelles Vertragsmanagement schafft deshalb weit mehr als eine digitale Dokumentenablage. Es macht Verträge zu einer belastbaren Datenbasis für Entscheidungen und erhöht gleichzeitig die Produktivität der beteiligten Fachbereiche.

Die Realität in Unternehmen

Verträge sind vorhanden – professionelles Vertragsmanagement häufig nicht.

Nahezu jedes Unternehmen verfügt über mehrere hundert bis mehrere tausend aktive Verträge. Lieferantenvereinbarungen, Wartungsverträge, Leasingverträge, Mietverträge, Kundenverträge, Dienstleistungsverträge, Mobilfunkverträge sowie zahlreiche weitere Vertragsarten bilden die Grundlage des operativen Geschäftsbetriebs.

Trotz ihrer hohen wirtschaftlichen Bedeutung werden diese Verträge in vielen Organisationen nicht als zusammenhängender Unternehmensbestand verwaltet. Stattdessen entstehen über Jahre hinweg dezentrale Ablagestrukturen, die historisch gewachsen sind und sich an den Bedürfnissen einzelner Fachbereiche orientieren.

Typischerweise verteilen sich Vertragsinformationen auf:

❌ Netzlaufwerke

❌ SharePoint-Strukturen

❌ E-Mail-Postfächer

❌ Excel-Listen

❌ Dokumentenmanagementsysteme

❌ Papierarchive

Jeder dieser Speicherorte erfüllt zunächst einen bestimmten Zweck. Aus Unternehmenssicht führt diese Fragmentierung jedoch dazu, dass Informationen mehrfach gepflegt, unterschiedlich interpretiert oder im Bedarfsfall erst aufwendig recherchiert werden müssen.

Die Folge ist ein erheblicher organisatorischer Mehraufwand.

Nicht die Anzahl der Verträge bestimmt den Aufwand. Entscheidend ist die Anzahl der Orte, an denen Vertragsinformationen gesucht, gepflegt oder abgestimmt werden müssen.

Die eigentlichen Kosten entstehen im Tagesgeschäft

In vielen Unternehmen konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf den Abschluss neuer Verträge. Tatsächlich verursacht jedoch die laufende Verwaltung bestehender Verträge den deutlich höheren Ressourcenbedarf.

Jede dieser Aufgaben erscheint für sich betrachtet überschaubar. In der Summe entstehen jedoch über den gesamten Vertragsbestand erhebliche Aufwände, die qualifizierte Mitarbeiter dauerhaft binden.

Gerade diese indirekten Tätigkeiten werden in klassischen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen häufig nicht berücksichtigt, obwohl sie den größten Anteil der laufenden Verwaltungskosten verursachen.

Praxisbeispiel

Ein Einkaufsleiter benötigt kurzfristig eine Übersicht aller Lieferantenverträge mit Kündigungsfrist innerhalb der nächsten sechs Monate.

Sind Vertragsinformationen verteilt gespeichert, beginnt regelmäßig eine manuelle Recherche:

  • Suche nach Vertragsdokumenten
  • Prüfung verschiedener Versionen
  • Abgleich mit Excel-Listen
  • Rückfragen an Fachbereiche
  • Zusammenstellung der Ergebnisse
  • Erstellung einer Managementübersicht

Nicht der eigentliche Vertragsinhalt verursacht den Aufwand, sondern die fehlende Transparenz über den Vertragsbestand.

Herstellerunabhängige Untersuchungen sowie Marktstudien von Deloitte, World Commerce & Contracting und ECM Guide kommen trotz unterschiedlicher Methodik zu vergleichbaren Ergebnissen: dezentrale Vertragsablagen erhöhen den administrativen Aufwand deutlich.

Warum diese Entwicklung zunimmt

Die organisatorischen Anforderungen an Unternehmen steigen kontinuierlich. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören:

Gleichzeitig steigt die Zahl der Fachbereiche, die regelmäßig auf Vertragsinformationen angewiesen sind. Während früher überwiegend Rechtsabteilungen mit Vertragsakten arbeiteten, benötigen heute Einkauf, Controlling, Finance, Revision, Datenschutz, Compliance, Facility Management und Geschäftsführung dieselben Informationen – häufig kurzfristig und in hoher Qualität.

Damit verändert sich die Funktion des Vertragsmanagements grundlegend.

Verträge werden nicht länger lediglich archiviert, sondern dienen als kontinuierlich genutzte Informationsquelle für unternehmerische Entscheidungen.

Ableitung & Ergebnis

Die wirtschaftliche Herausforderung besteht heute nicht darin, Verträge digital zu speichern.

Die eigentliche Herausforderung besteht darin, Vertragsinformationen jederzeit verfügbar zu machen, deren Qualität dauerhaft sicherzustellen, administrative Tätigkeiten zu reduzieren und qualifizierte Mitarbeiter von wiederkehrenden Verwaltungsaufgaben zu entlasten.

Genau an diesem Punkt beginnt modernes Contract Management

Der wirtschaftliche Nutzen entsteht hauptsächlich im laufenden Betrieb

Frühere Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen konzentrierten sich häufig auf die Digitalisierung bestehender Vertragsakten. Aktuelle Untersuchungen betrachten dagegen zunehmend die laufenden Verwaltungsprozesse. Hier entstehen die größten wirtschaftlichen Potenziale.

Unternehmerischer Mehrwert

Die Studien zeigen übereinstimmend, dass professionelles Vertragsmanagement weit über die Digitalisierung von Dokumenten hinausgeht.

Der eigentliche wirtschaftliche Nutzen entsteht durch eine Kombination aus

🟢  höherer Transparenz,

🟢  geringeren administrativen Aufwänden,

🟢  besserer Datenqualität,

🟢  geringeren organisatorischen Risiken und

🟢  nachhaltig freigesetzten Mitarbeiterkapazitäten.

Welche Herausforderungen identifizieren die Studien?

Obwohl die ausgewerteten Studien unterschiedliche Schwerpunkte setzen, beschreiben sie nahezu identische Problemfelder.

Die eigentliche Erkenntnis

Nahezu alle Studien beschreiben dieselben organisatorischen Herausforderungen.

Die vorgeschlagenen Lösungsansätze unterscheiden sich jedoch erheblich.

Ein Großteil der Marktteilnehmer konzentriert sich auf die Einführung neuer Softwarelösungen oder die Digitalisierung bestehender Dokumente. Dadurch werden zwar einzelne Prozessschritte unterstützt, die Verantwortung für die laufende Verwaltung der Vertragsdaten verbleibt jedoch häufig weiterhin im Unternehmen.

Hierzu gehören insbesondere:

👨‍💻  Erfassung neuer Verträge

👨‍💻  Pflege von Vertragsdaten

👨‍💻  Qualitätssicherung

👨‍💻  Fristenüberwachung

👨‍💻  Reporting

👨‍💻  Aktualisierung von Vertragsinformationen

👨‍💻  organisatorische Verantwortung

Diese Tätigkeiten müssen weiterhin durch interne Mitarbeiter erbracht werden.

Die Studien zeigen eindeutig, wo Unternehmen Zeit verlieren. Sie beantworten jedoch nur eingeschränkt die Frage, wer diese Aufgaben künftig übernehmen soll. Genau an diesem Punkt unterscheidet sich der Ansatz von Smartconex grundlegend.

Während klassische Lösungen den Mitarbeitern leistungsfähigere Werkzeuge zur Verfügung stellen, übernimmt Smartconex einen wesentlichen Teil der operativen Vertragsmanagement-Prozesse dauerhaft als Service.

Der wirtschaftliche Nutzen entsteht dadurch auf zwei Ebenen:

Ebene 1

  • Reduzierung administrativer Tätigkeiten durch strukturierte Prozesse und moderne Software.

Ebene 2

  • Nachhaltige Entlastung interner Fachbereiche durch die operative Übernahme wiederkehrender Aufgaben.
  • Gerade diese zweite Ebene wird in klassischen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen häufig nicht berücksichtigt, obwohl sie den größten Einfluss auf die tatsächliche Produktivität eines Unternehmens besitzt.

Contract Management as a Service (CMaaS)

Wo Unternehmen tatsächlich Zeit und Geld verlieren: Die größten Kosten im Vertragsmanagement entstehen selten beim Abschluss eines Vertrags.

Sie entstehen während der oft jahrelangen Verwaltung bestehender Verträge.

Vertragsinformationen werden gesucht, Fristen überprüft, Berichte erstellt, Audits vorbereitet und Daten mehrfach gepflegt. Diese Tätigkeiten werden überwiegend von qualifizierten Fachkräften ausgeführt und binden damit wertvolle Kapazitäten.

Der größte wirtschaftliche Hebel professionellen Vertragsmanagements liegt daher nicht in der Digitalisierung einzelner Dokumente, sondern in der nachhaltigen Reduzierung administrativer Tätigkeiten.

Nicht Verträge sind teuer.
Teuer ist die Zeit, die qualifizierte Mitarbeiter für deren Verwaltung aufwenden müssen.

Die versteckten Kosten des Vertragsmanagements

In vielen Unternehmen existiert kein eigenständiges Budget für Vertragsmanagement. Die entstehenden Aufwände verteilen sich auf unterschiedliche Fachbereiche und werden daher selten als zusammenhängender Kostenblock wahrgenommen.

Die eigentlichen Kosten entstehen nicht durch den Vertrag selbst, sondern durch die Vielzahl administrativer Tätigkeiten, die während seiner gesamten Laufzeit erforderlich sind.

Dazu zählen insbesondere:

  • Recherche von Vertragsinformationen
  • Zusammenstellung von Managementinformationen
  • Pflege von Vertragsdaten
  • Kontrolle von Laufzeiten
  • Überwachung von Kündigungsfristen
  • Vorbereitung interner und externer Audits
  • Abstimmung zwischen Fachbereichen
  • Aktualisierung von Excel-Listen
  • Nachverfolgung von Vertragsänderungen
  • Beantwortung interner Rückfragen

Jede dieser Tätigkeiten bindet Mitarbeiterkapazitäten, erzeugt jedoch keinen unmittelbaren Mehrwert für das Kerngeschäft.

Die eigentlichen Kostentreiber

Die Auswertung der Studien sowie die Erfahrungen aus zahlreichen Vertragsmanagement-Projekten zeigen, dass sich die größten Aufwände auf wenige wiederkehrende Tätigkeiten konzentrieren.

Kostenblock 1: Informationssuche

Mitarbeiter suchen regelmäßig nach

  • Vertragsdokumenten
  • Ansprechpartnern
  • Laufzeiten
  • Kündigungsfristen
  • Preisvereinbarungen
  • Nachträgen
  • Anlagen

Diese Informationen liegen häufig verteilt vor. Jede Suche verursacht administrativen Aufwand.

Kostenblock 2: Datenzusammenstellung

Für

  • Management
  • Einkauf
  • Controlling
  • Revision
  • Compliance

werden regelmäßig Auswertungen benötigt.

Sind Vertragsdaten nicht strukturiert vorhanden,

beginnt jedes Reporting praktisch bei Null.

Kostenblock 3: Mehrfachpflege

Vertragsinformationen werden häufig gleichzeitig gepflegt in

  • Excel
  • SharePoint
  • ERP
  • DMS
  • Fachabteilungen

Dies erhöht

  • Fehlerwahrscheinlichkeit
  • Abstimmungsaufwand
  • Pflegeaufwand

Kostenblock 4: Fristenmanagement

Viele Unternehmen verwalten

  • Kündigungsfristen
  • Verlängerungen
  • Preisanpassungen

noch immer manuell.

Die Folge:

  • regelmäßige Kontrollen
  • Kalendereinträge
  • Excel-Listen
  • Erinnerungen
  • Rückfragen

Kostenblock 5: Herrschaftswissen

Vertragswissen befindet sich häufig nicht im Unternehmen, sondern bei einzelnen Mitarbeitern.

Fällt dieser Mitarbeiter aus, beginnt die Informationssuche erneut.

Dieses organisatorische Risiko wird in klassischen Wirtschaftlichkeitsrechnungen kaum berücksichtigt.

Management Box: Was kostet eine Stunde administrativer Arbeit?

Angenommene Vollkosten eines qualifizierten Mitarbeiters

Funktion Typische Vollkosten pro Stunde*
Einkauf 60–80 €
Controlling 65–85 €
Compliance 70–90 €
Kaufmännische Leitung 90–130 €

*Konservative Annahmen auf Basis typischer Arbeitgebergesamtkosten in Deutschland.

Jede Stunde administrativer Vertragsarbeit bindet damit hochwertige Fachkompetenz.

Opportunitätskosten: Der häufig unterschätzte Kostenblock

Die meisten Wirtschaftlichkeitsrechnungen betrachten ausschließlich Personalkosten.

Diese Sichtweise greift zu kurz. Der eigentliche Verlust besteht darin, dass qualifizierte Mitarbeiter während administrativer Tätigkeiten keine wertschöpfenden Aufgaben erledigen können.

Beispiel Einkauf

Anstatt

❌ Verträge zu suchen

❌ Fristen zu prüfen

❌ Excel zu aktualisieren

könnte derselbe Mitarbeiter

✅ Preisverhandlungen führen

✅ Ausschreibungen vorbereiten

✅ Lieferanten bewerten

✅ Einsparpotenziale identifizieren

Beispiel Controlling

Anstatt

❌ Vertragsdaten zusammenzustellen

kann sich der Controller beschäftigen mit

✅ Liquiditätsplanung

✅Forecasts

✅Kostenanalysen

✅Wirtschaftlichkeitsrechnungen

Beispiel Geschäftsführung

Anstatt

❌ mehrfach Informationen anzufordern,

✅ stehen strukturierte Managementinformationen sofort zur Verfügung.

✅ Entscheidungen können deutlich schneller getroffen werden.

Zeitersparnis ist kein Selbstzweck.

Unternehmen kaufen mit professionellem Vertragsmanagement zusätzliche produktive Arbeitszeit ihrer vorhandenen Fachkräfte.

Der eigentliche Business Case

Aus wirtschaftlicher Sicht entstehen zwei Nutzenarten.

Direkter Nutzen

  • geringerer Suchaufwand
  • weniger Reporting
  • weniger Abstimmungen
  • geringere Pflegeaufwände
  • weniger Fristenkontrollen

Indirekter Nutzen

  • mehr Zeit für Kernaufgaben
  • höhere Produktivität
  • bessere Entscheidungen
  • geringere organisatorische Risiken
  • höhere Mitarbeiterzufriedenheit
  • geringere Abhängigkeit von Einzelpersonen

Vom Aufwand zur Wertschöpfung

Die wirtschaftliche Bewertung professionellen Vertragsmanagements sollte nicht ausschließlich auf eingesparten Arbeitsstunden basieren.

Entscheidend ist vielmehr, welchen wirtschaftlichen Wert die zurückgewonnene Arbeitszeit besitzt.

Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung. Unternehmen verfügen häufig nicht über zu viele Mitarbeiter, sondern über zu wenig Zeit ihrer qualifizierten Mitarbeiter für wertschöpfende Aufgaben.

Professionelles Vertragsmanagement schafft genau diese Kapazität.

Contract Management as a Service erweitert diesen Nutzen zusätzlich, indem nicht nur Prozesse digitalisiert, sondern wiederkehrende operative Aufgaben dauerhaft übernommen werden. Dadurch entstehen nachhaltige organisatorische Entlastungen, die über den klassischen Nutzen einer Softwarelösung hinausgehen.

Investitionen in professionelles Vertragsmanagement sollten nicht anhand von Softwarekosten bewertet werden.

Entscheidend ist vielmehr, welchen wirtschaftlichen Gegenwert die freigesetzten Mitarbeiterkapazitäten besitzen. Bereits wenige Stunden administrativer Entlastung pro Monat können ausreichen, um die laufenden Kosten eines professionellen Vertragsmanagements vollständig zu kompensieren.

Der wirtschaftliche Nutzen entsteht dabei auf drei Ebenen:

  • Reduzierung administrativer Tätigkeiten
  • nachhaltige Freisetzung produktiver Mitarbeiterkapazitäten
  • geringere organisatorische Risiken

Das Smartconex-Wirtschaftlichkeitsmodell

Zur Bewertung professionellen Vertragsmanagements empfiehlt sich eine einfache und nachvollziehbare Berechnung.

Berechnungsgrundlage: Konservative Zeitannahmen / 300 aktive Verträge

Tätigkeit Stunden/Jahr
Datenpflege 60 h
Fristenmanagement 40 h
Reporting 35 h
Vertragsrecherche 80 h
Änderungen 45 h
Abstimmung 40 h
Qualitätssicherung 30 h

Gesamt: 330 Stunden/Jahr. Das entspricht ca. 0,2 Vollzeitstellen

Wichtiger Hinweis

Die Berechnung berücksichtigt ausschließlich den Gegenwert freigesetzter Arbeitszeit.

Nicht berücksichtigt werden unter anderem:

  • vermiedene Fristversäumnisse
  • vermiedene Vertragsverlängerungen
  • Auditkosten
  • Compliance-Risiken
  • schnellere Managemententscheidungen

ROI-Berechnung – CMaaS Business (Beispielkunde)

Annahmen: 300 aktive Verträge · 330 Stunden interner Aufwand/Jahr · Vollkostensatz 65 €/Std.

Position Internes Vertragsmanagement Smartconex CMaaS Business
Vertragsbestand 300 Verträge bis 300 Verträge
Interner Aufwand 330 Std./Jahr entfällt
Vollkostensatz 65 €/Std.
Jährliche Personalkosten 21.450 € 0 €
Monatliche Servicegebühr 750 €
Servicekosten pro Jahr 0 € 9.000 €
Einmalige Vertragserfassung interner Aufwand 2.250 €
Gesamtkosten Jahr 1 21.450 € 11.250 €
Gesamtkosten ab Jahr 2 21.450 € 9.000 €

Aber das ist nur der "harte ROI"

Der eigentliche Mehrwert entsteht zusätzlich durch:

  • keine verpassten Kündigungsfristen
  • bessere Verhandlungsposition
  • Transparenz über Verpflichtungen
  • geringere Compliance-Risiken
  • schnellere Auskunftsfähigkeit
  • geringere Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern
  • keine Einführung oder Betreuung einer eigenen Software
  • kein Personalaufbau für Vertragsmanagement

Wirtschaftlicher Nutzen

Kennzahl Jahr 1 Ab Jahr 2
Einsparung gegenüber internem Management der Verträge 10.200 € 12.450 €
Kostenreduzierung 48 % 58 %
ROI 91 % 138 %
Amortisation der Ersterfassung innerhalb des ersten Jahres

Zugrunde liegende Annahmen

Parameter Wert
Vertragsbestand 300 aktive Verträge
Interner Verwaltungsaufwand 330 Stunden/Jahr
Kalkulatorischer Vollkostensatz 65 €/Stunde
Smartconex CMaaS Business 750 €/Monat
Einmalige Ersterfassung 7,50 € je Vertrag

Handlungsempfehlung

Unternehmen, die ihre Wirtschaftlichkeit im Vertragsmanagement bewerten möchten, sollten sich insbesondere folgende Fragen stellen:

  • Wie viele Mitarbeitende beschäftigen sich regelmäßig mit administrativen Vertragsaufgaben?
  • Wie viele Stunden werden monatlich für die Suche, Pflege und Auswertung von Vertragsinformationen aufgewendet?
  • Welche Aufgaben könnten diese Mitarbeitenden stattdessen übernehmen?
  • Welche organisatorischen Risiken entstehen durch dezentrale Ablagen oder personenbezogenes Wissen?
  • Welchen wirtschaftlichen Wert besitzt die Rückgewinnung dieser Kapazitäten?

Die Beantwortung dieser Fragen ermöglicht eine fundierte Bewertung des wirtschaftlichen Potenzials professionellen Vertragsmanagements und bildet die Grundlage für einen belastbaren Business Case.

Kernaussagen

Verträge sind Unternehmensdaten.

❌ Nicht Dokumente.

Digitalisierung allein genügt nicht.

✅ Entscheidend sind strukturierte Daten und Prozesse.

Zeitersparnis ist kein Selbstzweck.

✅ Der wirtschaftliche Nutzen entsteht durch produktive Mitarbeiterkapazitäten.

Software – auch KI-Software- unterstützt.

✅ Contract Management as a Service übernimmt Verantwortung.

Die wichtigste Kennzahl lautet nicht

"Was kostet Vertragsmanagement?"

sondern

"Welchen wirtschaftlichen Wert besitzt die zurückgewonnene Arbeitszeit unserer Mitarbeitenden?"

Quellenverzeichnis

Die nachfolgenden Quellen bilden die Grundlage der im Whitepaper dargestellten Aussagen. Bei den genannten Herstellerstudien wurden ausschließlich Erkenntnisse übernommen, die durch weitere Untersuchungen bestätigt werden oder sich auf transparent dargestellte Befragungen stützen.

Deloitte

Digital Agreement Management Study (2025)

https://www.deloitte.com/us/en/services/tax/articles/digital-agreement-management-study.html

Schwerpunkte:

  • Produktivitätssteigerung
  • Bearbeitungszeiten
  • Digital Agreement Management

Deloitte

Contract Management Lifecycle Insights

https://www.deloitte.com/us/en/services/tax/articles/contract-management-lifecycle-insights.html

Schwerpunkte:

  • Transparenz
  • Vertragsdaten
  • organisatorische Reifegrade

World Commerce & Contracting (WorldCC)

Research Library

https://www.worldcc.com/Resources

Schwerpunkte:

  • Contract Lifecycle Management
  • Vertragswert
  • Governance
  • Vertragsperformance

DocuSign

Centralized Contract Repository

https://www.docusign.com/blog/centralized-contract-repository-streamlines-processes-and-reduces-risk

Schwerpunkte:

  • Suchzeiten
  • Vertragsrepository
  • Vertragsinformationen

ECM Guide

Überblick über Verträge fehlt – Studie zu CLM-Bedarf

https://www.ecmguide.de/geschaeftsprozesse/vertraege-und-e-signaturen/ueberblick-ueber-vertraege-fehlt-studie-zu-clm-bedarf/

Schwerpunkte:

  • Deutschland
  • SharePoint
  • Excel
  • Vertragsorganisation

Zoho

State of Contract Management

https://www.zoho.com/contracts/ebooks/state-of-contract-management.html

Schwerpunkte:

  • Anwenderbefragung
  • Zeitersparnis
  • CLM-Nutzung

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